Digitale Mündigkeit

Eigenverantwortlich im 21. Jahrhundert

Hände bedienen diverse digitale und auch analoge Geräte

Ich kann nicht alles wissen, aber ich möchte wissen, wovon ich keine Ahnung habe.

Computer sind komplex. Sie bis ins letzte Detail zu verstehen, grenzt an Unmöglichkeit. Doch wer Wert auf ein freies und selbstbestimmtes Leben legt, kommt um ein Mindestmaß an Computerverständnis nicht umhin. Denn die Digitalisierung würfelt unsere Gesellschaft ganz schön durcheinander. Damit wir für die technischen Entwicklungen als Gesellschaft Verantwortung übernehmen können, sollten wir unabhängig davon entscheidungsfähig sein.

Um mündig zu sein ist es nicht nötig, alles immer und in jedem Augenblick perfekt zu machen. Digitale Mündigkeit bedeutet, Verantwortung für das eigene Handeln im digitalen Raum selbst zu tragen.

Portrait von Leena Simon

Leena Simon, Netz­philosophin

Leena Simon ist graduierte Philosophin, IT-Beraterin und Netzpolitologin und beschäftigt sich mit digitaler Mündigkeit und Technikpaternalismus. Sie arbeitet u.a. für das Anti-Stalking-Projekt im Frieda Frauenzentrum in Berlin und für Digitalcourage e.V.

Foto: Druckversion


Cover der Broschüre Digitale Mündigkeit Hände, die ein Tablet halten

Jetzt auch auf Papier

Handliche Broschüre über Digitale Mündigkeit zum Weitergeben und Selberschmökern

Digitale Mündigkeit ist gar nicht so schwer:

  • Was ist das eigentlich?
  • Warum ist das wichtig?
  • Tipps und Tricks für die Anwendung
  • Beratung, Workshops, Vorträge


Jetzt Online bestellen, als PDF herunterladen oder mit ISBN 978-3-934636-22-4 im Buchhandel bestellen.


Beratung, Vorträge, Workshops

Komplexe digitale Inhalte verständlich vermittelt.

Piktogramm: Selbstverteidigung

Selbst­ver­teidigung

  • Welcher Messenger statt Whatsapp?
  • Sichere Passwörter, leicht merken
  • Frei mit F-Droid, statt Play-Store
  • Ohne Google leben
  • Sicher Surfen
  • Selbst ist die Cloud
  • Fakes erkennen und vermeiden
Piktogramm: Beratung

IT-Beratung

  • Fundraising
  • kollaboratives Arbeiten
  • Social Media
  • Website: Gestaltung, Aufbau, Konzeption
  • Hilfe bei Stalking
  • Coaching bei Hasswellen
  • Creative Commons Lizenzen: frei und kreativ
Piktogramm: Lehren

Jugend und IT

  • Junge Menschen bei der digitalen Ermündigung unterstützen
  • Mein Kind im Netz – Eltern haben Fragen
  • Pädagogische Konzepte
  • Digitale Lerninhalte
Piktogramm: Netzphilosophie

Netz­phi­lo­so­phie

  • Digitale Mündigkeit
  • Hintergründe technischer Entwicklungen
  • Erkentnistheorie
  • ethische Implikationen vernetzter Systeme
  • ethische Implikationen künstlicher Intelligenz
  • Technikphilosophie
  • Wie Datensammlungen Manipulation ermöglichen
  • Gerätehoheit
  • Offene Schnittstellen
Piktogramm: Netzpolitik

Netz­politik

  • Demokratische Prozesse stärken
  • Feminismus
  • Datenschutz
  • Überwachung
  • Persönlichkeitsrechte
  • Grundrechte
  • IT als Machtinstrument
  • (Digitale) Diskriminierung
  • Freie Software
  • Vorratsdaten, Staatstrojaner, Repression
Piktogramm: Fliegendes Auto

Digitale Zukunft

  • Technikfolgenabschätzung
  • Verantwortung tragen
  • Fake-News, Vertrauenskrise, Quellenkritik
  • Lebenswerte Welt oder digitale Dystopie?
  • Digitales Bargeld
  • Folgen von Überwachung auf menschliches Denken und Wirken

Veranstaltungen, die gelingen

Digitale Mündigkeit – Wie erzieht man junge Menschen dazu?

Z.B. als Workshop wie beim Nürnberger Fachtag Allgemeine Pädagogik vom Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (Veranstaltungsflyer als PDF)

Mein Kind und das Netz – Eltern haben Fragen

Nach einem kurzen Einstiegsvortrag können Eltern all die Fragen stellen, die sie in Bezug auf Internet und ihre Kinder haben.

Digitale Mündigkeit – Einfach mal anfangen

Z.B. als Vortrag und Fachgespräch wie beim Anti-Stalking-Projekt. Für alle, die sich im Umgang mit Computern sicherer fühlen möchten.

Moderation eines Panels

Z.B. zum Thema Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeit – Utopie oder Dystopie? wie auf der Open! 2017 oder zu Hass im Netz wie auf der FlauschCon 2012.

Frauen im Netz

Netzpolitik als emanzipatorisches Thema z.B. als Vortrag wie Frauen und Freie Software auf dem ChemnitzerLinuxTag (2010), als Projektkoordi­nation wie bei Frauen im Netz (2010), als Panel­teilnehmerin wie bei Women and Geek Culture; What's the Problem Guys? auf der Sigint (2010).

Keine Angst vor Informations­technik

Workshop/Fortbildung für Beratungsstellen, Frauenhäuser, Organisationen, Soziale Einrichtungen

What the Fake?

Warum Falschnachrichten sich so schnell verbreiten, welchen Schaden sie anrichten, und wie man dem entgegenwirkt.

Buchen Sie mich

E-Mail mit Honorarangebot an info@muendigkeit.digital

Rückmeldung von verikom (Iris Jäger):

„Herzlichen Dank für den Vortrag gestern! Er war super informativ, lehrreich, anregend und dabei echt spritzig. Es wurden alle im Publikum mitgenommen – ob diejenigen, die längst netzaffin unterwegs sind, oder diejenigen, die sich dort nur sparsam bewegen. Viele kritische Punkte, die uns in unserer Organisation seit längerem bewegen und beunruhigen, kamen zur Sprache. Und der Vortrag lieferte viele für uns hilfreiche Lösungsansätze, wichtige Gefahrenhinweise und notwendige gesellschaftspolitische Kontextualisierungen. Für uns als Zuhörende waren außerdem wichtig: die grundlegende Haltung der Solidarität, die feministische Grundhaltung, die konkrete Hilfestellung bzgl. Cyberstalking und der antifaschistische Kontext, der sich auch auf die Auswahl von Beispielen für die möglichen Gefahren niederschlug.“

Was ist digitale Mündigkeit?

Hände schreiben auf einen Zettel

„Mündigkeit“ ist zunächst ein Rechtsbegriff. Er bedeutet, dass ein Mensch verantwortlich für sein Leben ist. Historisch leitet er sich ab von altdeutsch Munt, der Bezeichnung für die Verantwortung des früheren Hausherren über seine Frau, Kinder und Gesinde. Mündig konnten damals nur Männer werden, nämlich dann, wenn sie aus der Munt des Vaters heraustraten und für ihr eigenes Leben Verantwortung übernahmen. Frauen gingen über von der Munt des Vaters in die Munt des Ehemannes. Heute ist Mündigkeit vor allem ein rechtlicher Status, der einem Menschen z.B. das Wahlrecht oder das Recht, die Ehe einzugehen, zuspricht.

Mündig sein bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu tragen.

Neben der rechtlichen Bedeutung gibt es auch eine philosophische Definition von Mündigkeit. Immanuel Kant griff den rechtlichen Begriff auf und wendete ihn auf eine ganze Gesellschaft an. Er vergleicht die Geschichte der Menschheit mit dem Heranreifen eines Kindes. Damit legte die Aufklärung die Grundlagen der modernen Demokratie.

Wir tragen also doppelte Verantwortung: Für unser eigenes Leben und für den Fortbestand unserer Gemeinschaft. Dieser Verantwortung müssen wir uns bewusst sein, vor allem dann, wenn wir uns im Internet bewegen. Denn wir tragen ebenfalls Verantwortung für den Fortbestand unserer Kommunikationsgemeinschaft..

Doch Kant warnte damals schon, dass es nicht möglich sei, ad hoc mündig zu werden, wenn man zuvor noch gar nicht frei war. Mündigkeit ist Übungssache. Auch in der digitalen Welt: Menschen werden mit unfreier und komplizierter Software konfrontiert, die ihnen gar nicht die Möglichkeit bietet, deren Funktionsweise zu studieren. Der Umgang mit dem Computer wird oft nur minimal und oberflächlich antrainiert und später nicht mehr hinterfragt.


Heimliche Entmündigung

Meist nehmen wir gar nicht mehr so deutlich wahr, wo und wie wir überall entmündigt werden. Wenn wir einen Kredit nicht erhalten, weil uns eine Datenbank (anhand der statistischen Eigenschaften unserer Nachbarn) als nicht zuverlässig eingestuft hat, oder einen Job nicht antreten dürfen, weil wir vermeintlich Asthmatiker sind (dabei hatten wir nur für den Vater die Medikamente gekauft): Wir kennen diese Gründe nicht und können daher nicht beurteilen, wie sehr die weltweite Datensammlung schon unseren Alltag beeinflusst.

Wie soll man da noch Verantwortung für das eigene Leben übernehmen?


Die Filterblase

Hände halten ein Smartphone

Um im großen Datendickicht den Überblick zu wahren, wird im Internet – auch zu unserem Nutzen – vieles für uns personalisiert. Beispielsweise die Suchergebnisse, werden von der Suchmaschine auf uns optimiert. Das ist praktisch, denn so findet man viel schneller das, was man wirklich sucht. Doch es ist auch problematisch, da wir meist nur stets das angezeigt bekommen, was wir schon kennen.

Eli Pariser nennt das die „Filterblase“. Treffer, die unsere Gewohnheiten angreifen, oder eine Gegenposition zu unserer Meinung darstellen, sehen wir immer seltener. Und so bewegen wir uns mehr und mehr in einer Umgebung, die nur scheinbar neutral die Realität darstellt: In Wirklichkeit befinden wir uns in einer Blase, die uns die eigene Weltvorstellung als allgemeingültig vorspielt. Und das ist Gift für einen freien Geist, der sich ständig hinterfragen und neu ausrichten können möchte. In Konflikten liegt großes Wachstumspotential, um das wir uns berauben, wenn wir vor lauter Bequemlichkeit andere Meinungen einfach ausblenden.



Verantwortungsbewusstsein

Gegen Personalisierung und heimliche Entmündigung können wir uns zunächst nicht wehren. Daher ist es besonders wichtig, sich diese Phänomene stets ins Bewusstsein zu rufen. Wer sich dabei erwischt, ein Google-Ergebnis unterbewusst als „neutrale Suche“ verbucht zu haben, ist schon einen Schritt weiter, als wer noch immer glaubt, sie sei tatsächlich neutral.

Der erste und wichtigste Schritt in die digitale Mündigkeit ist Verantwortungsbewusstsein. Verantwortung tragen bedeutet nicht, immer alles richtig zu machen, sondern die richtigen Fragen zu stellen und sich mit den Konsequenzen des eigenen Handelns zu konfrontieren. Machen Sie sich stets bewusst, wie viel Ihnen nicht bewusst ist und verhalten Sie sich entsprechend. Unterstützen und schützen Sie Strukturen, die Transparenz und Offenheit ermöglichen, und hinterfragen Sie Strukturen, die Ihnen vorschreiben wollen, was Sie tun oder denken sollen. Üben Sie sich in Eigenwilligkeit, wenn Ihnen Technik Vorschriften machen möchte. Besonders wichtig dabei: Üben Sie, auch Menschen oder Systeme zu hinterfragen, denen Sie vertrauen. Das ist besonders schwer, aber genau hier sind sie besonders leicht hinters Licht zu führen.


Piktogramm: offenes Buch

Publika­tionen

„Digitale Mündigkeit heißt nicht nur den Hebel drücken“ Interview in merz 2018/04. Ganzer Artikel als PDF


„EU-Urheberrechtsreform:Der Pyrrhussieg der Verlage“ Kommentar in Blätter für deutsche und internationale Politik, 5'19. Ganzer Artikel als PDF


„Your Picture Is Watching You“ Artikel in medien concret, Magazin für Pädagogische Praxis, 2014. Ganzer Artikel als PDF


„Der ganze Strudel strebt nach oben; Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben.“ (Goethe, Faust I). – Technikpaternalismus und Digitale Mündigkeit. Prof. Dr. Hans-Joachim Petsche, Leena Simon; in: Banse, G.: Neue Medien – Hoffnungen, Befürchtungen, Realitäten. Berlin 2013


„Auch Mathe kann sexistisch sein“: Artikel von Leena Simon in Feministische Perspektiven auf Überwachung vom 18.01.2019


„Staat im Selbstzerstörungsmodus"; Text von Leena Simon in der tageszeitung vom 07.09.2013


„iPhone, also bin ich“; Protagonistin im Spiegeltitel vom 02.07.2012


„Netzphilosophin: Arbeitet Katy Perry für die NSA?“ in der Osnabrücker Zeitung 12.03.2014

Piktogramm: Videokamera

Mit­schnitte

Liebesbrief ans Internet


Vortrag zu Digitaler Mündigkeit von Leena Simon auf dem 29. Chaos Communication Congress


Quelle: Internet Vortrag auf dem ChemnitzerLinuxTag 2014


„Hacking Philosophy“ Vortrag auf der Lima 2013


„Die Macht der zweiten Person“ Vortrag auf der OpenMind 2012


„Zwischen Meinungsfreiheit und Hate Speech“ Diskussion beim Zündfunk Netzkongress 2015


„Frauen, Gleichberechtigung und (Freie) Software“ Vortrag auf den Chemnitzer Linux-Tagen 2010

Hände bedienen Laptop

Angewandte Digitale Mündigkeit

  • Hinterfragen Sie Ihre digitalen Handlungen. Stellen Sie sich immer die Frage: Wenn ich das jetzt mache, wer hat außer mir einen Nutzen davon? Wer könnte Schaden nehmen? Möchte ich das wirklich? Und warum ist das so schwer zu erkennen?

  • Versuchen Sie Computerprobleme immer erst alleine zu lösen. Bitten Sie andere erst um Hilfe, wenn Sie es mindestens 30 Minuten lang erfolglos (mit Hilfe von Suchmaschinen) versucht haben. Lassen Sie sich auch dann nicht das Gerät/ die Tastatur/ die Maus aus der Hand nehmen.

  • Geben Sie ihre Daten (und die Ihrer Bekannten) nicht unhinterfragt heraus. Warum braucht die Schlittschuhbahn Name und Adresse? Der Lichtbildausweis von Digitalcourage hilft Ihnen, kreativ mit solch alltäglichen Problemen umzugehen.

  • Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Daten. Speichern Sie auf eigenen Datenträgern, Ihrer Festplatte oder Ihrem Heimserver statt in der „Cloud“. Warum die Cloud problematisch ist, können Sie in der BigBrotherAwards-Laudatio zur Cloud erfahren. Mehr dazu

  • Akzeptieren Sie keine AGB unbesehen. Prüfen Sie wenigstens stichprobenartig auf Länge und Verständlichkeit. Anhand dieser beiden Kriterien lässt sich schnell feststellen, mit welcher Intention sie verfasst wurden.

  • Hinterfragen Sie kostenlose Dienste. Machen Sie sich bewusst, dass Sie meist in einer anderen Währung bezahlen: mit Ihren Daten und Ihrer Freiheit. Nicht alle kostenlosen Dienste sind grundsätzlich „böse“ (Freie Software zum Beispiel), doch bei allem, was kostenlos ist, sollten Sie zumindest hellhörig werden und nach der Motivation fragen, mit der Ihnen dieser Service kostenlos angeboten wird. Mehr dazu

  • Kennen Sie die Grundrechte? Setzen Sie sich damit auseinander und frischen Sie Ihr Wissen auf. Mehr dazu

  • Nutzen Sie Freie Software: Linux statt Apple oder Windows, LibreOffice statt Microsoft Office, Firefox statt dem Internet Explorer oder Chrome, Thunderbird statt Outlook. Auch Freie Software ist nicht immer sicher und verlässlich. Vor allem, wenn große Firmen dahinter stecken, können sich auch hier Gemeinheiten im Code oder im Installationsprogramm befinden. Doch der Code ist für alle frei verfügbar, und somit werden diese viel schneller ausfindig gemacht. Auch wenn Sie den Code nicht selbst lesen können, ist es für Sie wichtig und nützlich, dass er offen ist. Das ist wie mit Gesetzbüchern: Die können Sie auch nicht alle verstehen, doch es ist essentiell wichtig, dass sie zugänglich sind, damit Sie oder bei Bedarf Ihr Rechtsbeistand erfahren können, was gegen die Regeln verstößt, und damit diese Regeln zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte werden können. Ähnlich wie Gesetze ist auch Freie Software nicht prinzipiell „gut“. Doch nur Freie Software kann hinterfragt und verbessert werden.

  • Verschlüsseln Sie ihre E-Mails, Messengerkommunikation und Datenträger. Mehr dazu bei der digitalen Selbstverteidigung von Digitalcourage.

  • Konfigurieren Sie ihren Browser so, dass Dienste nicht mehr hinterher schnüffeln können: Installieren Sie dazu Addons, die Werbung und Tracking blockieren. Ändern Sie die Standardsuchmaschine und blockieren Sie (mindestens) Cookies von Drittanbietern.

  • Nutzen Sie Alternativen zu Google: Startpage.com oder Metager.de sind auch gute Suchmaschinen. Statt Maps gibt es Openstreetmap und statt dem Play-Store gibt es den F-Droid.

  • Seien Sie kritisch mit Facebook, Instagram und WhatsApp etc. Auch hierfür gibt es viele Alternativen.

  • Wirken Sie in die Gesellschaft hinein. Sprechen Sie mit Freunden, Arbeitskolleginnen und Nachbarn. Veranstalten Sie z.B. eine Lesung gegen Überwachung oder eine Cryptoparty. Mehr dazu

  • Verbreiten Sie keine Fakes oder Verschwörungstheorien
    • Fragen Sie nach der Quelle, prüfen Sie sie kritisch. Besonders dann, wenn sie eine Geschichte gerne glauben wollen.
    • Teilen Sie keine Grafiken oder Nachrichten, die keine Quelle enthalten.
    • Seien Sie bereit, ihre Meinung zu ändern, wenn neue Beweise auftauchen.
    • Prüfen Sie Informationen, z.B. mit einer Rückwärtsbildersuche, oder mit Hilfe der Hoaxmap oder dem Faktencheck von Correctiv.
    • Setzen Sie besonders bei Berichterstattung zu dramatischen oder sensationellen Ereignissen geduldig und halten Sie sich mit vorschnellen Schlüssen zurück. Recherche braucht Zeit.
    • Bedenken Sie immer, dass es eine Information geben könnte, die Sie zwar nicht haben, die Sie aber zu einem anderen Urteil kommen ließe. Beißen Sie sich nicht grundlos an einem Standpunkt fest.

  • Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Geräte und Benutzerkonten.
    • Richten Sie ihre Geräte nach Möglichkeit selbst ein. Wenn es jemand anderes für Sie macht, lassen Sie sich erklären, was die Person da tut.
    • Ihre Passwörter dürfen nur Sie kennen. Auch die Liebsten brauchen diese nicht wissen. Das hat nichts mit fehlendem Vertrauen zu tun.
    • Denken Sie an Backups. Sichern Sie Ihre Daten und Passwörter an einem geschützten Ort und halten Sie diese auf Stand.
    • Teilen Sie keine Accounts z.B. von E-Mail-Adressen. Ändern Sie Gerätepasswörter, falls Sie gebrauchte Geräte übernehmen (wie Apple-ID oder Google-Konto).
    • Sichern Sie Ihre Geräte mit gesonderten Passwörtern.
    • Lassen Sie sich Ihr Gerät bzw. die Tastatur nicht aus der Hand nehmen, wenn Ihnen jemand etwas erklärt, zeigt oder einrichtet.

  • Machen Sie sich ihre Verantwortung bei jeder Kommunikationshandlung bewusst und tragen Sie sie mit Fassung.

  • Seien Sie vor allem vorsichtig und kritisch: Hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben.



Kontakt / Impressum

Leena Simon

c/o Digitalcourage

Marktstraße 18

33602 Bielefeld

(ladungsfähige Anschrift)


mail@leena.de

PGP-Fingerabdruck: 636F 863B 51C2 403D 9FC0 43D5 2514 2A90 DB57 2C70


Fediverse: reticuleena@chaos.social

Twitter: @reticuleena (bitte keine DMs als Kontaktaufnahme)

Hinweise/Lizenzen

Icons: Car by supalerk laipawat, senate by Nithinan Tatah, Tutoring by Peter van Driel, solution by Becris laipawat, Wrench by Oksana Latysheva, collaboration by Krisada, Video by Igé Maulana, open book by Kathleen Black, read by Hyemm.work

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